LSV erneut corona-geschädigt

In der zweiten Woche der Herbstferien, vom 17. bis 24. Oktober, wollte die Wettkampfmannschaft des Langenberger Schwimmvereins eine Trainingswoche in Emden verbringen. Alles war vollständig organisiert – Hin- und Rückfahrt, die Zeiten in der Schwimmhalle, Unterkunft und Verpflegung in der Jugendherberge –, doch nur eine Woche vor der Abreise, am 10. Oktober, erließ das Land Niedersachsen ein Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten. Auch die achtstündigen Verhandlungen zwischen der Bundeskanzlerin und den Länder-Ministerpräsidenten zu den anstehenden Corona-Themen brachten insoweit kein Ergebnis. Und seit dem 14. Oktober gehört nun auch der Kreis Mettmann zu diesen „hotspots“.

Also: Keine Trainingswoche in der Friesentherme in Emden? Am Morgen des 15. Oktobers erfolgten die Absagen.

Aber dann, am Nachmittag dieses Tages, erließ das niedersächsische Oberverwaltungsgericht einen Beschluss, mit dem es das Beherbergungsverbot vorläufig außer Vollzug setzte. Danach ist die niedersächsische Corona-Beherbergungsverordnung von den Beherber-gungsbetrieben nicht zu beachten.

Diese gerichtliche Entscheidung vor Ort, hier nur durch Zufall entdeckt, kam für den LSV jedoch zu spät. Die Absagen und Stornierungen ließen sich, einen Tag vor dem Start, nicht mehr rückgängig machen.